Johanniskraut – Tinktur und Öl

Kommen wir erstmal zur Tinktur – die Zubereitung ist ganz einfach. Sie wird eher innerlich bei depressiver Stimmung, Nervosität und Verdauungsproblemen eingenommen (20-40 Tropfen 3 x täglich).
Ich würde die Tinktur gerade am Anfang nicht länger als zwei Wochen einnehmen, um erstmal zu schauen, wie sie auf den Organismus wirkt.  Schwangere, Stillende, Kinder und Menschen, die starke Medikamente (besonders Immunsuppressiva und Antiepileptika) einnehmen, sollten von Johanniskraut die Finger lassen. Während der Einnahme sollte auf lange Sonneneinstrahlung verzichtet werden.

Zubereitung der Tinktur:

  • Nehmt eine Glasflasche und füllt sie zur Hälfte mit frischen abgewaschenen Blüten.
  • Gießt Schnaps (zum Beispiel Doppelkorn) auf, bis die Blüten verdeckt sind.
  • Lasst den Mix für zwei Wochen an einer warmen Stelle stehen.
  • Nach den zwei Wochen müsste sich das Gemisch rot gefärbt haben.
  • Siebt es sorgfältig (am besten mehrmals) ab und gebt die Tinktur in eine dunkle Flasche.
  • Bewahrt die Tinktur an einem kühlen, dunklen Ort auf. Sie sollte problemlos ein Jahr haltbar sein.  😉

Das Rotöl wird im Gegensatz zur Tinktur eher äußerlich angewendet und zwar bei Muskelkater, kleineren Verletzungen und paradoxerweise auch bei Verbrennungen.

Die Zubereitung ist im Grunde fast identisch, nur dass der Schnaps durch Sonnenblumenöl ersetzt wird. Man kann auch ein anderes Öl nehmen, sollte aber darauf achten, dass es hochwertig ist und vielleicht keinen starken Eigengeruch hat.

Zubereitung von Rotöl:

  • Die Blüten in eine Flasche geben und mit dem Öl aufgießen, bis Rotöldiese verdeckt sind.
  • Den Mix 6-8 Wochen an einer warmen, sonnigen Stelle lassen und aller paar Tage das Glas kräftig durchschütteln.
  • Nach Ablauf der besagten zwei Monate das Öl absieben, in eine dunkle Flasche abfüllen und an einem kühlen, dunklen Platz verwahren.
  • Das Öl sollte ebenso wie die Tinktur innerhalb eines Jahres aufgebraucht werden.

Tipp: Wenn man die Blüten vor der Verwendung zerdrückt (zum Beispiel mit einem Mörser), dann gehen die Stoffe besser in den Schnaps beziehungsweise das Öl über. 😉

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