Natürlich rotes Haar

Verblasste rote Haare? – Muss nicht sein! Es gibt immer Wege und Mittel, das Rot in den Haaren zu intensivieren.
Meine Lieblingsrezepte dafür:

1. Rote Beete pürieren (oder bereits vorgefertigtes Pulver nehmen), mit etwas Zitronensaft vermischen und für eine Stunde ins frisch gewaschene Haar einmassieren. Danach ausspülen und man bekommt einen schönen, kalten Rotton. 🙂

2. Die Schale von roten Zwiebeln aufkochen und den frischen, abgegossenen Sud als Spülung verwenden und nicht auswaschen. Das hört sich etwas eklig an, aber der Geruch ist gar nicht so schlimm, wie man denkt und verfliegt sehr schnell.

3. Last but not least: Essig! Ebenfalls einfach als Spülung (ohne Auswaschen) benutzen. Hierbei aber bitte aufpassen, dass ihr das Zeug nicht in die Augen bekommt – also vorsichtig anwenden! 😉

Kräuterbutter selber machen

Wer wie ich oft mit Butter kocht oder diese beim Grillen benutzt, sollte dieses seehr einfache Rezept ausprobieren. ^^

Zutaten:

  • 2,5 l Milch
  • Kräuter nach Wahl

Zubereitung: 

  1. Die Milch eine Weile (ca. 10-12 h) bei Zimmertemperatur stehen lassen. Im oberen Bereich wird sich eine Rahmschicht bilden – genau die brauchen wir für die Butter.
  2. Rahmschicht mit einem Löffel abschöpfen und in ein hohes Gerät geben. Es sollten ungefähr 100 ml sein.
  3. Den Rahm mit einem Handmixer schlagen: Im ersten Schritt wird er steif werden.
    Man sollte jedoch nicht aufhören und ihn weiterschlagen, bis die Masse Flocken wirft.
    Sie wird sich in Buttermilch und die eigentliche (feste) Butter aufteilen.
  4. Die Butter wird nun abgesiebt und zwei-drei Mal in kaltes Wasser gelegt und immer wieder abgesiebt (dabei wird das Wasser gewechselt), um die Reste der Buttermilch zu entfernen.
  5. Danach vermischt man die fertige Butterbears-garlic-1260782_1920 mit etwas Salz und gehackten Kräutern nach Wahl.
    Ich finde Frühlingszwiebeln, Bärlauch  und Rosmarin passen ganz gut zusammen.
    Man kann natürlich auch Knoblauch und sonstiges nehmen – wie es einem eben gefällt. =)

Tipps:

  1. Falls Ihr keine Rohmilch (am besten direkt vom Bauern) habt, könnt Ihr auch normale Milch aus dem Handel nehmen. Achtet allerdings auf einen hohen Fettgehalt, da es sonst wahrscheinlich nicht funktionieren wird.
  2. Wollt Ihr es euch einfach machen? Dann nehmt gleich Sahne (ab 12 %) statt Milch. Dann braucht ihr auch nicht warten, bis sich der Rahm an der Oberfläche bildet und könnt gleich mit dem Schlagen (Schritt 3) anfangen.

Viel Spaß bei der Zubereitung! 😉

Hausmittel gegen Husten

Der Schnee schmilzt, es wird langsam wieder wärmer – die Erkältungssaison startet.

Der Klassiker – Zwiebelsud

In diesem Beitrag geht es um ein altbewährtes Mittel gegen Husten, was ich erst letzte Woche selbst anwenden musste und welches mir geholfen hat.

Ihr braucht:ginger-1191927_1920

  • eine Zwiebel
  • einen Liter Wasser
  • 2 EL Honig
  • Ingwer

So wird der Zwiebelsud zubereitet:

  1. Die Zwiebel in Würfel schneiden.
  2. Den Honig und die geschnittene Zwiebel in das heiße Wasser geben und aufkochen.
  3. Danach Ingwer (nach Belieben, aber nicht zu viel, sonst wird es scharf) klein schneiden, in die Brühe geben und den Sud bei schwacher Hitze eine halbe Stunde weiterköcheln lassen.
  4. Den Sud vom Herd nehmen mit Hilfe eines Tuchs oder eines Kaffeefilters absieben und abkühlen lassen.
  5. Den Sud über den Tag verteilt löffelweise einnehmen.

Vorsicht: Darf nicht bei kleinen Kindern angewendet werden, da Honig Bakterien enthalten kann, die bei Babys schwerwiegende Erkrankungen auslösen könnten!

Falls eine Erkältung länger als drei Tage andauert oder einen schwierigen Verlauf nimmt, bitte einen Arzt aufsuchen. 😉

 

 

Johanniskraut – Tinktur und Öl

Kommen wir erstmal zur Tinktur – die Zubereitung ist ganz einfach. Sie wird eher innerlich bei depressiver Stimmung, Nervosität und Verdauungsproblemen eingenommen (20-40 Tropfen 3 x täglich).
Ich würde die Tinktur gerade am Anfang nicht länger als zwei Wochen einnehmen, um erstmal zu schauen, wie sie auf den Organismus wirkt.  Schwangere, Stillende, Kinder und Menschen, die starke Medikamente (besonders Immunsuppressiva und Antiepileptika) einnehmen, sollten von Johanniskraut die Finger lassen. Während der Einnahme sollte auf lange Sonneneinstrahlung verzichtet werden.

Zubereitung der Tinktur:

  • Nehmt eine Glasflasche und füllt sie zur Hälfte mit frischen abgewaschenen Blüten.
  • Gießt Schnaps (zum Beispiel Doppelkorn) auf, bis die Blüten verdeckt sind.
  • Lasst den Mix für zwei Wochen an einer warmen Stelle stehen.
  • Nach den zwei Wochen müsste sich das Gemisch rot gefärbt haben.
  • Siebt es sorgfältig (am besten mehrmals) ab und gebt die Tinktur in eine dunkle Flasche.
  • Bewahrt die Tinktur an einem kühlen, dunklen Ort auf. Sie sollte problemlos ein Jahr haltbar sein.  😉

Das Rotöl wird im Gegensatz zur Tinktur eher äußerlich angewendet und zwar bei Muskelkater, kleineren Verletzungen und paradoxerweise auch bei Verbrennungen.

Die Zubereitung ist im Grunde fast identisch, nur dass der Schnaps durch Sonnenblumenöl ersetzt wird. Man kann auch ein anderes Öl nehmen, sollte aber darauf achten, dass es hochwertig ist und vielleicht keinen starken Eigengeruch hat.

Zubereitung von Rotöl:

  • Die Blüten in eine Flasche geben und mit dem Öl aufgießen, bis Rotöldiese verdeckt sind.
  • Den Mix 6-8 Wochen an einer warmen, sonnigen Stelle lassen und aller paar Tage das Glas kräftig durchschütteln.
  • Nach Ablauf der besagten zwei Monate das Öl absieben, in eine dunkle Flasche abfüllen und an einem kühlen, dunklen Platz verwahren.
  • Das Öl sollte ebenso wie die Tinktur innerhalb eines Jahres aufgebraucht werden.

Tipp: Wenn man die Blüten vor der Verwendung zerdrückt (zum Beispiel mit einem Mörser), dann gehen die Stoffe besser in den Schnaps beziehungsweise das Öl über. 😉

Ein Kraut – Viele Namen

Johanniskraut, Blutkraut, Hartheu – das alles sind Bezeichnungen für ein und die selbe Pflanze. Den Namen „Blutkraut“ hat die Pflanze wegen des roten Öls, welches sich in den Blüten befindet, bekommen und „Johanniskraut“ wird sie genannt, weil die Blütezeit ungefähr zum 24. Juni (Johannistag) beginnt.

Sie wächst unter anderem in unseren Breitengraden auf Böschungen und Wegrändern und ist eine typische Sommerpflanze. Blutkraut wird ca. 50-100 cm hoch, ist im oberen Bereich verzweigt und hat fünfblättrige kleine Blüten. Es sollte im Juli / August geerntet und am besten auch gleich weiterverarbeitet werden.

Aus den getrockneten leuchtend gelben Blüten werden Aufgüsse und Tees zubereitet; man kann aber auch Öle und Tinkturen aus dem Kraut herstellen.

Wirkung:  

Antidepressiv
Schmerzstillend
Blutbildend
Beruhigend
Antibakteriell

Vorsicht: Niemals in der Schwangerschaft anwenden – Früher wurde das Kraut auf dem Land zur Abtreibung benutzt!

Johanniskraut kann die Wirkung von Antiepileptika, Immunsuppressiva und einigen anderen Medikamenten beeinträchtigen. Falls starke Medikamente eingenommen werden, sollte die Verwendung von Johanniskraut mit dem zuständigen Arzt abgesprochen werden.

Wenn man Johanniskraut (in welcher Form auch immer) anwendet, sollte man die direkte Sonneneinstrahlung vermeiden, weil das Kraut die Lichtempfindlichkeit erhöht -> erhöhte Sonnenbrandgefahr.

Falls Ihr keine Zeit / Lust zum Sammeln habt, könnt Ihr das Kraut auch im Internet bestellen.
Allerdings würde ich das höchstens als Tee der Aufguss benutzen. Wenn Ihr Tinkturen oder Öl machen wollt, solltet Ihr frische Blüten nehmen. 🙂

A wie Arnika

arnicaDie erste heimische Pflanze, die ich hier und heute vorstellen möchte, wächst vor allem in Bergregionen (z. B. im Schwarzwald) und kann im Sommer (Juni – August) gesammelt werden.

Arnika wird äußerlich bei Ekzemen, Krampfadern, Muskelkater, Hämatomen und kleineren Verletzungen angewendet, weil sie eine starke antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung hat.

Innerlich sollte Arnika nicht angewendet werden, weil es ein relativ starkes Kraut mit toxischer Wirkung ist. Daher empfehle ich, sich auf Umschläge zu beschränken. 😉

Zubereitung: Je nach dem, wie intensiv der Aufguss werden soll, wird ungefähr ein halber Teelöffel der Blüten mit 100 – 500 ml heißem Wasser (nicht kochendes!) vermischt. Nach einer Ziehzeit von 5-10 Minuten siebt man das Wasser ab und benutzt dem Sud für die Umschläge.

Vorsicht! Falls eine Korbblüter-Allergie vorliegt – auf keinen Fall mit Arnika experimentieren. Bei Unverträglichkeit und äußerer Anwendung kann es zu Ausschlägen kommen, wohingegen bei innerer Anwendung relativ schwere Nebenwirkungen, wie z. B. ein Kreislaufzusammenbruch eintreten könnte.